Blogger Relations sind inzwischen fester Bestandteil des Marketing-Mix vieler Unternehmen. Du hast noch nicht mit einem Blogger im Rahmen einer Werbekampagne oder Marketingmaßnahme zusammengearbeitet? Ich verrate dir fünf gute Gründe, warum du als Unternehmen mit Bloggern zusammenarbeiten solltest!

Blogger sind authentisch 

Der Erfolg von Bloggern liegt vor allem darin begründet, dass diese authentisch sind. Sie berichten über eigene Erfahrungen und Erlebnisse und das meist auf einer sehr persönlichen Ebene.

Der Leser kann sich somit sehr gut mit dem Blogger identifizieren, was Vertrauen stiftet und somit eine ganz andere „Bindung“ aufbaut als z.B. beim Lesen eines klassischen Zeitungsartikels.

Durch die Preisgabe der subjektiven Einschätzungen und Erfahrungen schenkt der Leser dem Beitrag des Bloggers mehr Glauben, sodass eine Bloggerkooperation heutzutage eine sehr erfolgreiche Art des Empfehlungsmarketings darstellt.

Blogger Relations Kooperation richtig angehen

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Blogger erreichen Deine Zielgruppe 

Es gibt zahlreiche Blogs mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen und Themen. So findest du beispielsweise Reiseblogs, die über alle möglichen Reiseziele schreiben.

Es gibt aber auch Nischenblogs, die sich auf ein ganz bestimmtes Reiseziel (z.B. Griechenland) spezialisiert haben. Unzählige Branchen und Themen werden auf Blogs abgedeckt. So gibt es Mama-Blogs, DIY-Blogs, Tech-Blogs, SEO-Blogs und, und, und.

Möchtest du als Unternehmer eine Zielgruppe für ein ganz bestimmtes Thema oder Produkt erreichen, so hast du die Möglichkeit, dieses der Leserschaft eines Blogs über thematisch passenden Content auf dem Blog zu präsentieren.

Praxisbeispiel:

Bietest du z.B. Businesshandtaschen für Frauen an, könntest du dein Produkt sehr gut auf einem Fashionblog platzieren, der sich auf Businesskleidung und -outfits für Frauen spezialisiert hat. Denn die Leserschaft dieses Blogs passt genau in dein Kundenbild und deine Zielgruppe.

  • Tipp: Bist du noch auf der Suche nach einem passenden Blogger? In diesem Artikel erkläre ich dir ausführlich, worauf es bei der Suche ankommt und wo du nach Bloggern suchen kannst.

Blogbeiträge sind zeitlich unbegrenzt abrufbar

Im Gegensatz zu Anzeigen in Zeitschriften, klassischen TV-Werbespots oder Artikeln in Printpublikationen können Blogartikel dauerhafte Relevanz und Präsenz erzielen.

Nehmen wir als Beispiel einen Artikel in einer Zeitschrift. Diese wird von der Zielperson gekauft, gelesen und im besten Fall irgendwo auf dem Coffee Table platziert.

Doch seien wir mal ehrlich: im Normalfall landet die Zeitschrift im Papierkorb, nachdem sie ausgelesen ist. Und dann ist nicht einmal klar, ob die Zielperson den Artikel überhaupt gelesen hat. Vielleicht ist dieser auch in der Fülle der anderen Artikel eher ein wenig untergegangen.

Bei einem Blogbeitrag ist das ganz anders. Leser gelangen meist über die Recherche eines gewissen Themas oder eines bestimmten Problems über eine Suchmaschine auf den Artikel eines Blogs.

Praxisbeispiel:

Als Beispiel stellen wir uns eine reiseinteressierte Frau vor, die mit ihrem Freund einen Roadtrip entlang der Westküste der USA unternehmen möchte. Um eine passende Route festlegen zu können, würde sie aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst nach Routenbeispielen im Internet suchen.

Über ihre Suchanfrage “Roadtrip Route Westküste USA” gelangt sie auf einen Reiseblog, auf dem ein komplettes Routenbeispiel mitsamt Erfahrungswerten und Empfehlungen des Bloggers aufgeführt ist. Darin berichtet der Blogger unter anderem auch davon, mit welchem Mietwagen diese Route getätigt wurde.

Die Suchabfrage über Google führt direkt zu mehreren Blogs

Der Mietwagenanbieter hat mit dem Reiseblogger eine Kooperation abgeschlossen. Für die Dauer der Reise erhält der Reiseblogger das Auto kostenfrei zur Verfügung gestellt.  Im Gegenzug berichtet er über seine Erfahrungen mit dem Mietwagen während der Reise.

Der Mietwagenanbieter erhält durch den Reisebericht des Bloggers somit eine Plattform, sein Angebot zu bewerben. Die reiseinteressierte Frau in unserem Beispiel hat gerade erst angefangen, ihren Roadtrip zu planen. Auch sie interessiert sich für die Anmietung eines Mietwagens. Da ihr der Artikel auf dem Reiseblog mit ihrem Anliegen, eine Beispielreiseroute zu finden sehr weitergeholfen hat, schaut sie sich den empfohlenen Mietwagenanbieter auf dem Reiseblog direkt einmal genauer an.

Rund um die Uhr abrufbar

Besonders komfortabel für den Mietwagenanbieter ist, dass der Blogbeitrag unbefristet und rund um die Uhr, unabhängig von Ort und Uhrzeit des Lesers abrufbar ist. So kann ein Leser den Blogbeitrag genauso gut in Deutschland um 23.14 Uhr abrufen, wie ein anderer Leser um 06.08 Uhr in Kuala Lumpur. Der Blogartikel hat somit kein Ablaufdatum und kann dauerhaft (24/7 und 365 Tage im Jahr) im Internet aufgerufen werden.

Insbesondere, wenn der Blogger etwas von Suchmaschinenoptimierung versteht, wird die Sichtbarkeit eines Blogbeitrags dabei sogar meist besser, je länger der Beitrag online steht. Insbesondere, wenn der Artikel regelmäßig geupdated wird, von anderen Seiten empfohlen und verlinkt wird. In einer einmaligen Kooperation mit dem Blogger steckt also nicht nur eine schnelle, kurzweilige Kampagne, wie es beispielsweise bei klassischen Anzeigen oder aber auch Instagram der Fall ist.

Sichtbarkeit Instagram vs. Blogbeitrag

Gerade im Vergleich zu Instagram, werden die Vorteile eines Blogbeitrags auf Dauer deutlich. Auf der schnelllebigen Plattform Instagram ist es regelmäßig so, dass ein gepostetes Bild kurze Zeit nach dem Posten eine hohe Sichtbarkeit erzielt. Diese flacht dann aber im Regelfall nach relativ kurzer Zeit wieder ab (es sei denn, das Bild wird von anderen Accounts immer und immer wieder ge-reposted).

Ein Blogartikel bleibt hingegen dauerhaft bestehen. So ist auch der Blogartikel nach Veröffentlichung meist sichtbar, da dieser vom Blogger über Social Media promoted wird. Nach dieser ersten Bewerbung kann die Sichtbarkeit dann etwas abflachen. Allerdings kann der Artikel auch noch Monate und Jahre nach Veröffentlichung von denjenigen gefunden werden, deren “Problem” in diesem Artikel gelöst wird.

Gerade wenn der Artikel in Suchmaschinen weit oben in den Suchergebnissen erscheint, ist dieser also über einen langen Zeitraum sichtbar.

Die Investition in eine Bloggerkooperation entfaltet demnach auch auf lange Sicht noch großes Potenzial für das beauftragende Unternehmen.

Während die Sichtbarkeit eines Instagramposts gleich nach Veröffentlichung am höchsten ist und dann schnell wieder abflacht, kann ein Blogbeitrag auf Dauer an Sichtbarkeit gewinnen

Blogger sind kreative Content Creator

Ein weiterer Grund für Unternehmen, mit Bloggern zusammenzuarbeiten ist folgender. Der Blogger kennt seine Leserschaft am besten und bereitet dir den Content so auf, wie es zum Blog und den Lesern passt.

Dabei sind den Kooperationsmöglichkeiten meist kaum Grenzen gesetzt und Blogger setzen die vereinbarten Punkte der Kooperation oftmals gerne mit eigenen Ideen um.

Das können aufwendig entworfene Guidelines zu einem Thema oder Erfahrungsberichte zu einem getesteten Produkt sein. Auch eigene Fotos werden oftmals aufwendig inszeniert.

Vielleicht möchtest du aber auch einen Link in einem bereits geschriebenen Artikel zu einer Landingpage deines Produktes oder deiner Dienstleistung integrieren? Blogger sind meist offen für Vorschläge und haben ebenfalls eigene Ideen für dich.

Ein Grund mehr, warum Unternehmen mit Bloggern zusammenarbeiten sollten, ist folglich die Kreation von ganz individuellen Werbemaßnahmen durch den einzelnen Blogger. Der Blogger als kreativer Content Creator gibt der Werbemaßnahme meistens einen “persönlichen Touch”, der auf keinem anderem Blog derselbe sein wird und mit Artikeln oder Anzeigen in Printprodukten oft nicht verglichen werden kann.

Blogger sind kreative Content Creator und verstehen es, ihre Blogbeiträge für den Leser ansprechend aufzubereiten

Blogger sind Markenbotschafter – für sich selbst und Dein Produkt

Ich bezeichne Blogger gerne als die “Ur-Influencer” und zwar gilt das bereits für einen Zeitpunkt, in dem es den Begriff “Influencer” noch gar nicht so recht gab. Denn schon vor dem großen “Instagram-Influencer-Hype” haben Blogger auf ihren Blogs für Marken geworben und erfolgreich zum Marketing-Mix von Unternehmen beigetragen.

Blogger sind Markenbotschafter, die sich nicht nur auf ihren eigens geschaffenen Plattformen positionieren, sondern zusätzlich meist auf vielen verschiedenen Social Media Kanälen vertreten sind. Sie erreichen ihre Leser und Follower als Markenbotschafter.

Allem voran sind sie dabei Markenbotschafter für ihre eigens geschaffene Marke – ihren Blog – und erst im zweiten Schritt für die eines beauftragenden Unternehmens. Doch das ist es ja gerade, was die Zusammenarbeit mit Bloggern für Unternehmen so erfolgreich machen kann.

Wer in der Lage ist, sich und seinen kreierten Content für seine Leser und Follower attraktiv zu gestalten, kann ebenfalls einen echten Mehrwert für Unternehmen schaffen, in dem er dasselbe mit der Botschaft/dem Content des Unternehmens für dieses Unternehmen erreicht.

Später nochmal lesen? Dann speicher dir den Artikel doch einfach auf Pinterest ab:

4 Comments
  1. Eine wunderbare Zusammenfassung der wichtigsten Vorteile von Kooperationen mit Bloggern. Ich hoffe, der Beitrag wird von möglichst vielen Marketing-Verantwortlichen entdeckt. Und ich unterstütze die Verbreitung gern durch Teilen und Weitersagen.

  2. Das hast du wunderbar auf den Punkt gebracht!

    Das Schlimme ist, dass bei einer Zeitung nicht diskutiert wird, wenn eine Werbung mit mehreren 2000 bis 3000 Euro zu Buche schlägt. Bei einem Blogger mit einer ähnlichen oder sogar besseren Reichweite und dem Vorteil, dass der Beitrag länger auf dem Blog erhalten bleibt, wird schon bei 1000 Euro diskutiert.

    Zudem denken Verantwortliche gerne, dass das zu bewerbenden Produkt ja schon eine Bezahlung ist. Ist sie nicht! Ein Blogger hat dieses Produkt als geldwerten Vorteil zu versteuern! Arbeit muss angemessen entlohnt werden und für professionelle Blogger ist der Blog der Job.

    Vielen Dank für die diesen Beitrag!

    1. Liebe Michaela,

      ganz lieben Dank für deinen netten Kommentar. Das Problem sehe ich auch und finde es umso wichtiger, in der Kommunikation mit Unternehmen entsprechende Argumente zu bringen. Niemand sollte sich unter Wert verkaufen (müssen).

      Viele Grüße
      Sonja

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